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Feinmotorik/sprachliche Entwicklung

Die Feinmotorik entwickelt sich mit der grobmotorischen Entwicklung einhergehend. Besonders wichtig ist hier der Begriff der Augen-Hand-Mund-Koordination.

 

Diese beginnt wenn das Baby, rund um den 3.-4. Monat herum, durch die grobmotorische Massenbewegung erfährt, dass es Hände hat. Erst fliegen die Hände nur vorbei, dann werden die Hände immer gezielter vor die Augen geführt und ausgiebig bestaunt, das Baby erfährt, dass es seine Hände gezielt in jede Richtung drehen kann. Danach dauert es nicht mehr lange, bis es die Hände auch zum Mund führt. Daher der Name Augen-Hand- Mund- Koordination.

 

Erst kann das Baby nur ca. 20 cm vor den Augen klar sehen, dann kommt der Scharfpunkt mit den Händen immer näher.

Dies ist der Zeitpunkt, an dem die feinmotorische Entwicklung beginnt.

 

Das Kind lernt nun, durch die Entwicklung der Gliazellen (angelagerte Schutzschicht um die Nerven, das zur schnelleren Weiterleitung wichtig ist und immer differenzierter werdende Bewegungen ermöglicht)erst die Arme und dann die Hände immer gezielter zu bewegen und auch die Finger einzusetzen. Ab diesem Zeitpunkt kommt der Pinzettengriff zum Einsatz.

 

Das Auge ist immer mit bei den Handbewegungen dabei und leitet die durch die Gliazellen fortgeleitet Bewegung. Es gibt dem Gehirn die entsprechenden Impulse sich mit dem Gesehenem und Gefühltem auseinander zu setzen.

 

Je mehr hier mit Gehirn, Auge und Hand zusammen gearbeitet wird, um so differenzierter werden die feinmotorischen Bewegungen.

Mit ca. 10-12 Monaten fangen viele Kinder mit Krickel-Krackel-Bildern an, danach kommen Steckspiele und Puzzel aller Art. Diese Spiele legen im Gehirn das Mengengefühl an, also zum Beispiel die Menge 5 zu erkennen. Bis das Kind mit Puppen oder Handpuppen spielt, Dosen aufmacht usw. Mit ca. 6 Jahren sind die Gliazellen komplett angelegt und die Feinmotorik sehr gut koordiniert. Daher ist der Zeitpunkt der Einschulung sehr gut, um die feinmotorische Höchstleistung „Schreiben“ zu erlernen.

 

Sprache:

Die sprachliche Entwicklung beginnt eigentlich schon mit den ersten kleinen neugeborenen Tönen, die in den ersten Tagen nach der Geburt entstehen.

 

Schon bald entdeckt das Baby, welch ein tolles Spielzeug die eigene Spucke ist,Bläschen bilden, gurgeln und noch vieles mehr wird ausprobiert.

 

Mit 3-4 Monaten kommt es das erste Mal zu sprachlich differenzierten Ausdrücken: die typischen deutschen Laute sind: Örre und Agou. Kommen diese Laute, weiß man, dass das Kind hören kann, da diese Töne einem mitteilen, dass das Kind versucht „deutsch“ zu sprechen.In diesem Alter darf man auch mit ganz viel Singen und Reimen anfangen, da hier die späteren Rechtschreibgrundlagen gelegt werden. Auch Vorlesen und Bücher angucken wird mit dem Alter immer wichtiger.

 

Mit einem Jahr können viele Kinder dann erste Worte sagen und machen viele Geräusche nach, Tiergeräusche, aber auch z.B. Autogeräusche. Mit zwei Jahren kommt es zur sogenannten großen Sprachexplosion. Bis zu 50 Wörtern an einem Tag sind dann möglich. Sollte das Kind in diesem Alter anfangen zu Stottern, kann es sich um ein sogenanntes Entwicklungsstottern handeln. Die Kinder denken dann schneller, als sie sprechen können und kommen so ins Straucheln und „stottern“. Dieses Stottern kann mit der Zeit wieder vergehen, allerdings kann gezieltes Intervenieren der Eltern zu diesem Zeitpunkt dazu führen, dass es in ein richtiges Stottern übergeht.

 

viSdP: Sabine Donecker-Hoffmann

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